Frau sein – Frau bleiben
Frauenheiltage 2016

Vergangenes Wochenende habe ich mich auf den Weg nach München gemacht, um an einer Tagung mit dem Titel „Frau sein-Frau bleiben“ teilzunehmen, die von Natura Naturans organisiert wurde. Als ich das Tagungsprogramm gelesen habe, war mir sofort klar, dass ich dorthin muss! Von den meisten ReferentInnen hatte ich schon lange etliche Bücher zuhause und es war schon länger ein Wunsch diesen Menschen auch tatsächlich einmal zu begegnen. Einige Vortragende kannte ich noch nicht und war auch auf diese Kräuterkundigen gespannt. Der Weg nach Deutschland hat sich wirklich gelohnt: Die Frauenheiltage 2016 waren für mich ein Hochgenuss und ich möchte mich auch an dieser Stelle für die perfekte Organisation bedanken!

Bereits der Empfang am ersten Morgen war herzlich. Prof. Dr. Ingrid Gerhard hat einen aufrüttelnden Vortrag über die Auswirkungen von Umweltproblemstoffen auf Hormonlage und Fruchtbarkeit gehalten und anschaulich erklärt, wie sich etwa Holzschutzmittel, Amalgam oder auch Nanopartikel in herkömmlichen Kosmetika auf die Gesundheit auswirken. Monika Huber hat über den Zusammenhang von Stress und hormonellem Gleichgewicht berichtet, uns einen tollen Überblick über die Hormone DHEA, Progesteron und Cortisol gegeben und uns die Arbeit mit bioidentischen Hormonen näher gebracht. Zwischen den Vorträgen sorgte Theodor Hundhammer mit etwas Eurhythmie für Abwechslung. In den Pausen gab es verschiedenste Teemischungen, unterschiedlichste individuell zubereitete Getränke, leckere Kekse und Kuchen. Die Räucherexpertin Marlis Bader hat ihren Vortrag mit einer feinen Räucherung begonnen und uns mit großer Begeisterung in die Welt der Frauenrituale eingeführt. Nach dieser rituellen Entdeckungsreise ging es weiter mit Daniela Wolff, die einen sehr berührenden und inspirierenden Vortrag über Frauenpflanze für die Seele gehalten hat. Margret Madejsky hat danach Gesundheitsgetränke und Entgiftungskonzepte für die hormonelle Balance erläutert und viele Rezepte für passende Getränke mitgegeben.

Der nächste Tag hat mit Dr. Ursula Stumpf begonnen, die uns von Pflanzen und Göttinnen erzählt hat und ihre Erzählungen mit einer sehr angenehmen Pflanzenmeditation ausklingen ließ. Die Ausführungen der Naturheilärztin Heide Fischer befassten sich mit der Yamswurzel, einem wahren Multitalent unter den Frauenheilpflanzen. Olaf Rippe hat über die Pflanzen der Venus gesprochen und wertvolle Anregungen zur Behandlung von Frauenleiden nach traditionell abendländischen Gesichtspunkten gegeben. Im Anschluss an den Vortrag konnten wir venusische Teemischungen und einen aphrodisierenden Kräuterlikör mit dem vielversprechenden Namen Venuswave mit nachhause nehmen. Das haben wir natürlich alle gerne gemacht. Nach der Mittagspause, die wir in einem italienischen Restaurant im schönen Stadtteil Lehel verbracht haben und die genügend Zeit für angenehme Gespräche bot, konnten wir Gabriela Nedoma´s Beitrag über die Gemmotherapie lauschen, der von eindrucksvollen Photographien von Knopsenquerschnitten umrahmt wurde. Am Ende hat Margret Madejsky uns mit ihrer frisch-fröhlichen Art noch über die Intimpflege mit Heilpflanzen aufgeklärt.

Es gab immer die Möglichkeit Fragen zu stellen und auch der Austausch mit den ReferentInnen war in den Pausen gut möglich. Die Vorträge waren allesamt ausgezeichnet und liebevoll zusammengestellt. Nachhause gefahren bin ich sehr glücklich, mit vielen neuen Impulsen und dem Entschluss schon sehr bald wieder zu kommen. Und jetzt gönne ich mir erstmal eine Tasse Lindenblütentee, einem der besten Tees um den Feierabend zu zelebrieren, wie ich gelernt habe.